Heike Mund

Videojournalistin/Crossmedia-Reporterin/TV/Hörfunk-Autorin

Als Norddeutsche 1955 in Bremerhaven geboren, bin ich mit dem

Wechsel von Ebbe und Flut aufgewachsen, und deshalb vermutlich

auch mit großer Freude Freiberuflerin. Auch bei Auftragsflaute

gehen mir die Ideen nicht aus, der Wechsel von Angebot und

Nachfrage gehört für mich zum kreativen Geschäft.


Am liebsten arbeite ich im Team – beim Fernsehen sowieso mit

Kameramann und Cutter/in, bei Radioproduktionen mit einfallsreichen Toningenieuren und Radiotechnikern im Studio, bei Sprachaufnahmen für TV-Dokus mit den guten Tonkünstlern. Nur bei der journalistischen Arbeit als Videoreporterin bin ich allein mit Kamera und Mikrofon unterwegs – auch schön. Der mediale Austausch auf unsere Mediapark-Süd-Etage ist mir da ein wichtiges Arbeitselixier.


Die crossmediale Entwicklung in den Sendern und Medienunternehmen interessiert und beschäftigt mich seit langem, bin da an vorderster Linie der innovativen Formatentwicklung dabei, auch in meiner Arbeit als Dozentin an der Hochschule. Meine Zeit als Leiterin der TV-Lehrredaktion do1.tv (2007 bis 2013) am Institut für Journalistik der TU Dortmund war auch für mich lehrreich, äusserst kreativ und sinnstiftend, was die medialen Zukunftsperspektiven für Journalisten und VJ-Reporter anbetrifft. Wer sich anschauen möchte, was für ein kreatives Potential in den do1.tv-Journalistikstudenten steckt, dem sei die Mediathek empfohlen.


Meine Themenschwerpunkte sind einmal Geschichtsthemen, vor allem

Zeitgeschichte, Nachkriegszeit und NS-Themen –- habe viel zum Thema Gurlitt, Nazi-Raubkunst und Exilpublizistik gearbeitet. Fotografie, Dokumentartheater, Bildende Kunst, Architektur und immer wieder Dokumentarfilme beschäftigen mich seit vielen Jahren. Darüber schreibe ich für Online-Redaktionen, produziere Radiobeiträge und Feature und besuche regelmäßig interessante Tagungen und Weiterbildungen.


Meine Neugierde ist mein Arbeitsmotor: immer wieder neue Leute

kennenlernen, Unbekanntes entdecken, ungeahnte Erkenntnisse

gewinnen – das alles macht meinen Beruf als Journalistin und

Regisseurin so abwechslungsreich und interessant. Spannend war

zum Beispiel die Begegnung mit Vertretern des Jahrgangs 1989/90

für das Multimedia-Projekt "Generation 25" der Kulturredaktion der

Deutschen Welle: alle 25 Jahre alt, ohne Mauer und BRD/DDR aufgewachsen und beeindruckend bodenständig und heimatverwurzelt. 


Zur Zeit probiere ich weiter die dramaturgischen Möglichkeiten der

neuen Scrollytelling-Formate, wie Pageflow und Linius aus. Da kommen alle Elemente zum Tragen, die ich auch bei meinen Radiostücken und Dokus sehr wichtig finde: gute Fotos, starke O-Töne, aussagekräftige Videoclips und dramaturgisch sinnvoll eingesetzte Musik, die unter die Haut geht...

Heike Mund

Heike Mund
Mediapark Süd
Sachsenring 2-4
50677 Köln
heike.mund@web.de